Die Implantation eines Stents in eine Engstelle der Herzkranzarterie soll dem Patienten seine Brustbeschwerden nehmen.

 

Therapeutische Koronarintervention

Zeigen sich in der Koronarangiographie hochgradige Engstellen (Stenosen) der Herzkranzarterien, kann das Einsetzen einer Gefäßstütze (Stent) insbesondere bei Stenosen in einem Hauptast die Beschwerden des Patienten lindern.

Hochgradige Stenose der Vorderwandherzkranzarterie (Markierung durch gelben Kreis)


Ein Stent ist ein Geflecht aus Metall, das auf einem Ballonkatheter eng zusammengefaltet ist und über einen dünnen Draht in die Stenose geführt wird. Mit hohem Druck, z. T. mit mehr als 20 bar, wird der Stent mit dem Ballon in die Wand der verengten Herzkranzarterie gedrückt.

Aufdehnung der Stenose durch Implantation eines Stents, der mit einem Ballon in der Stenose entfaltet wird. Der Ballon ist in dem Bild dunkel gefärbt.


Der Ballonkatheter wird nach Entleeren wieder herausgezogen und der Stent bleibt unverändert in der Arterienwand, sodass der Blutfluss im Bereich der Stenose wieder normalisiert ist.

Darstellung der Vorderwandherzkranzarterie nach Stentimplantation. Die Stenose ist nicht mehr nachweisbar (Markierung durch gelben Kreis).


Wir setzen zwei unterschiedliche Arten von Stents ein. Die reinen Metallstents werden bei großen und kurzstreckigen Stenosen und insbesondere bei Patienten, die aus anderen Gründen einer starken Blutverdünnung bedürfen (z. B. Marcumar), eingesetzt. Die reinen Metallstents haben den Vorteil, dass eine verstärkte Hemmung der Blutplättchen zur Verhinderung einer Gerinnselbildung im Stent nur für vier Wochen erforderlich ist. Stents, die in den ersten Wochen nach der Implantation ein Medikament abgeben, werden nur hauchdünn von der Arterieninnenhaut überwachsen und benötigen daher bis zu ein Jahr eine verstärkte Hemmung der Blutplättchen durch Einnahme von Medikamenten. Medikament-freisetzende Stents setzen wir bei längeren Engstellen, Engstellen mit kleinerem Durchmesser und insbesondere an Abzweigungen großer Arterienäste sowie bei Diabetikern ein.

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KARDIOLOGISCHE PRAXIS

Dr. med. Sven Tauchert
Prof. Dr. med. Ascan Warnholtz

Fachärzte für Innere Medizin
Kardiologie

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