Durch einen Herzkatheter werden Engstellen der Herzkranzarterien sichtbar.

 

Diagnostischer Herzkatheter

Das Herz wird wie ein Kranz von Schlagadern (Herzkranzarterien) umspannt, die insbesondere bei Vorliegen von Risikofaktoren (Rauchen, Bluthochdruck, Diabetes, Erhöhung des LDL-Cholesterins, Übergewicht oder Häufung von Herzinfarkten bei Eltern oder Geschwistern) „verkalken“ können. Diese „Verkalkungen“ können zu Engstellen (Stenosen) der Herzkranzarterien führen, die die Blutzufuhr zum Herzmuskel und damit die Leistungsfähigkeit des Herzmuskels einschränken können (Koronare Herzkrankheit = KHK).

Mit dem Herzkatheter röntgen wir den Innenraum der Herzkranzarterien und können dadurch Stenosen der Herzkranzarterien erkennen (Diagnostischer Herzkatheter = Koronarangiographie). Ein Herzkatheter ist ein dünner Kunststoffschlauch, der entweder über die Schlagader am Handgelenk oder in der Leiste zum Herzen vorgeführt wird. Durch den Herzkatheter wird Kontrastmittel in die Herzkranzarterien gespritzt, das zu einer Schwarzfärbung des Innenraums der Herzkranzarterien auf dem Röntgenbild führt.

Ein Herzkatheter wird unter sterilen Bedingungen in örtlicher Betäubung durchgeführt. Eine Röntgenröhre wird in unterschiedliche Positionen gebracht, um während des Einbringens von Röntgenkontrastmittel in die Herzkranzarterien Filmaufnahmen der Herzkranzarterien aus verschiedenen Richtungen zu erhalten. Auf Bildschirmen können wir das Ergebnis der Röntgenaufnahmen sofort beurteilen. Das EKG und die Blutdruckmessungen über den Katheter haben wir auf einem weiteren Monitor während der gesamten Untersuchung im Blick. 


Wir führen Koronarangiographien ambulant in der Asklepios Klinik Langen durch. Unsere Herzkatheter-Erfahrung erstreckt sich über mehr als 15 Jahre. Uns steht ein erfahrenes Team an Assistenzpersonal der Asklepios Klinik Langen zur Seite. Die Untersuchung dauert inkl. Vor- und Nachbereitung ca. eine Stunde und erfordert anschließend eine ca. fünfstündige Nachbeobachtung in der Klinik, bevor der Patient nach Hause gehen kann. Wir empfehlen die Durchführung einer Koronarangiographie erst nach gründlicher Untersuchung des Patienten durch Bewertung der Beschwerden sowie Durchführung von Belastungsuntersuchungen, einer Ultraschalluntersuchung und Blutuntersuchungen. Über Nutzen, Ablauf und Risiken der Koronarangiographie wird der Patient in einem Gespräch in der Praxis aufgeklärt.

Das Video zeigt beispielhaft die Ausbreitung des Kontrastmittels in einer unauffälligen linken Kranzarterie. Die dünne schwarze Linie, die das Bild im linken Abschnitt von unten nach oben und wenig rechts davon von oben bis in die obere Mitte kreuzt, stellt den Herzkatheter dar, durch den das Kontrastmittel am Eingang der linken Kranzarterie gespritzt wird.


Zum Starten des Videos bitte auf „Play“ drücken.

 

 

06155 84883-0
06155 84883-29
ÖFFNUNGSZEITEN
MO - DO 07:00 - 19:00 Uhr
FREITAG 07:00 - 14:00 Uhr

KARDIOLOGISCHE PRAXIS

Dr. med. Sven Tauchert
Prof. Dr. med. Ascan Warnholtz

Fachärzte für Innere Medizin
Kardiologie

Hans-Karl-Platz Am Markt 9
64347 Griesheim